
Die letzten Monate waren sehr, sehr belastend und sind es auf jeden Fall noch bis Ende Mai. Dazu gleich noch mehr.
Unsere Jüngste ist wieder von ihrem Grönland-Trip zurück. Auch dort kehrt langsam der Frühling ein. Ich zeige noch die Woche mehr Bilder, auch die Polarfüchse sind wieder aufgetaucht :0)
Sie hat ein paar Geschenke mitgebracht, über die ich mich total gefreut habe.
Zwei wunderschöne Karten aus Aasiaat, die in einen Bilderrahmen kommen. So ein bisschen Native Kunst die richtig typisch ist.

Zuletzt war Julia ja noch ca. zwei Wochen bei einer grönländischen Familie zu Gast, sie hatte sich mit dem Sohn angefreundet. Die Oma hat dieses schöne Tuch für mich mitgeschickt, ich bin ganz sprachlos, wie nett!
kuschelig warm und ein schönes Muster...
Julia hat für meinen Mann und mich diese Tassen mitgebracht, sie meinte dort haben irgendwie alle solche Tassen....Partnertassen sozusagen....
Drin waren noch ein paar späte After Eight Ostereier...
Ich liebe solche Karten!
*Kicher*.... ohne Worte und gut zu verstehen....
*****
Dann mal zu meiner beruflichen Situation:
Im Januar hatte ja alles ganz plötzlich angefangen das die Region Nordjylland, also mein Arbeitgeber beschlossen hat ordentlich Stellen zu reduzieren. Somit habe ich dann meinen Traumjob verloren und wurde umplatziert. Es gab zwar eine Auswahl an Stellen, aber halt nur diese letztendlich mit festen Nachtdiensten. Da geht es halt auch um die Sicherung unserer Ökonomie....Das Ganze lief sehr fix innerhalb von zwei Wochen ab, sehr sehr stressig und entweder Stelle antreten oder die Kündigung.
Nun bin ich im Regionshospital in Hjørring, das ist die doppelte Fahrstrecke, hin und zurück ca. 208 Kilometer Fahrweg. Ich bin mit wechselnden Schichten in der Geriatrie angestellt, aber bin vorzugsweise im Nachtdienst verplant.
Die ersten drei Tage waren Tagschicht, ich sollte angelernt werden. Es war gleich so viel los, das ich eigentlich fast nur mitgearbeitet und wenig gelernt habe. Auf Nachfrage hieß es in der Nachtschicht wäre dafür dann noch massig Zeit, aha....
Danach folgten vier Nachtwachen, die total stressig und mit viel Arbeit belegt waren. Auch hier keine Anlernphase, die normal um die 4 Wochen bis drei Monate dauert.
Da es für mich ein ganz neues Krankenhaus und neues Fachgebiet ist, sind die Routinen hier total anders. Die Woche darauf sollte ich extra geplant sein zum anlernen, also mit einer Krankenschwester mitlaufen. Als ich zum Dienst kam, waren wir zu zweit....eine Assistentin und ich....das war dann nochmal und ansonsten war nix mit extra. Ich war voll verplant und die Station ist in der ständigen Überbelegung. Zudem bin ich in meinem ersten Nachtdienst zwischen die Fronten geraten und das war total unangenehm.
Nach der ersten Woche war ich schon total demotiviert, hatte ein ganz schlechtes Bauchgefühl und keine Meinung mehr zum Job. Auch die Kommunikation mit vielen Mitarbeitern war nicht so pralle, ich war eben da aber sonst hat keiner gefragt bis auf wenige.
Ich hab mich dann bei meinen alten Kollegen "ausgeheult", dachte das liegt vielleicht an mir....
Die waren so lieb, meinten dann ist irgendwas falsch und ich sollte mich einfach woanders bewerben. Dann bekam ich noch die Telefonnummer der Leitung von der neuen Aufwachstation, ich sollte einfach mal fragen.
Dort sind nämlich drei von meinen alten Kollegen untergekommen und arbeiten dort ab Mai und auch seit März schon. Es war tatsächlich eine Stelle ausgeschrieben und ich habe mich beworben. Ruckzuck war ich beim Vorstellungsgespräch - ich habe mich dort sofort wohl gefühlt und habe am nächsten Tag die Zusage zum 1. Juni bekommen.
Es ist also im neuen Klinikum, gehört zur Intensiv- und Anästhesieabteilung. Ich habe minimum 4 Wochen Einarbeitungszeit, wo ich wirklich extra da bin und gut eingearbeitet werde. Ein echter Lichtblick.
Meine Kündigung habe ich erst ein paar Tage später weggeschickt, weil ich erst alles in trockenen Tüchern haben wollte.
Meine Chefin war etwas verärgert darüber, meinte es war viel zu kurz und ich hätte was sagen können.
Noch ein kurzer Nachtrag: Heute morgen bin ich aus meiner Nachtschicht raus, es war der reine Horror - ich bin völlig fertig und habe schon Panik vor der nächsten Dienstwoche. Ich weiß gar nicht, wie ich die Zeit bis Juni überstehen soll, aber es muss eben....
Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)
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Ach weh, die jetzige Station hat ganz offensichtlich eine blinde und Taube Leitung. Das sie jetzt noch wen weniger hat, der in einer überbelasteten Station arbeitet, sollte ein Hinweis sein, nicht nur zum Rumschimpfen geeignet sein. Da gehen Wahrnehmungen wohl sehr auseinander. Du schaffst die Zeit jetzt noch! Immer vor Augen halten, dass es nur noch eine bestimmte Zeit ist.
AntwortenLöschenDeine Mitbringsel sind süß, ganz besonders ist natürlich das gestrickte Tuch!
💪 für die nächste Zeit
Liebe Grüße gen Norden
Nina
Die Mitbringsel sind hübsch liebe Ulrike, die Bilder sehen toll aus. Und verspätete Ostereier schmecken jetzt auch noch...
AntwortenLöschenDeine Situation ist nicht schön, aber halt durch, ab Juni wird es bestimmt besser. Und wenn gar nichts mehr geht, rede mit der Leitung, vielleicht kannst Du ja schon früher zu Hause bleiben.
Ganz lieben Gruß
Nicole
Liebe Ulrike, die Gaben deiner Tochter und Gastfamilie aus Grönland sind wunderschön Unterwasser Besonderes.
AntwortenLöschenDagegen hat du ja eine sehr belastendende und unerfreuliche berufliche Zeit hinter dir. Es ist unglaublich, wie Zusagen zur Einarbeitung missachtet werden. Und ich dachte, gerade in Dänemark wäre die Personalsituation im Krankenhaus wesentlich entspannter.
Wie schön, dass es für die Zukunft eine Lösung gibt.
Wünsche dir alles Gute und etwas weniger stressige Zeit mit deinen Hobbies. Liebe Grüße von Frauke
Ach Mensch Ulrike das klingt alles beim lesen schon anstrengend. Umso schöner ,dass es ab Juni anders wird. Das Tuch ist wirklich sehr schön. Halte durch.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Anne
Oh man, das klingt echt übel. Aber schön, dass du was neues gefunden hast. Ich drück die Daumen, dass der Mai schnell rum geht. Und ich hoffe, du sagst der ex-chefin warum du gehst, arbeiten muss man überall, aber wenn die Stimmung nicht stimmt und man nicht ankommen darf macht das ganze einfach keine Spass.
AntwortenLöschenLg starky
Oh man das tut mir echt leid für dich, aber ich hoffe, dass du den richtigen Weg gegangen bist. Die Kündigung war zumindest der richtige Anfang. Es bringt nichts auf eine Arbeit zu gehen, bei der man früh nach dem Aufstehen schon Bauchschmerzen hat. Ging mir auch mal so, da habe ich auch so schnell wie möglich versucht reiß aus zu nehmen. Ich weiß ja nicht wie das in Dänemark ist, aber ich denke in Deutschland würden sich dann viele die letzten Wochen einfach krank schreiben lassen. Eine solche Belastung ohne Einarbeitung ist nicht wirklich tragbar.
AntwortenLöschenFühl dich gedrückt
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschenHimmel, was ein hin und her. Das soll wohl auf die Stimmung schlagen. Das deine Nerven zum reißen gespannt sind kann ich mir gut vorstellen. Auch, wie sehr dich das alles belastet. Jetzt musst du quasi "nur" noch den Mai überstehen. Ich drücke dir die Daumen dafür.
Liebe Grüße Carolyn
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschentolle Mitbringsel hast du von deiner Tochter bekommen. Vielleicht kannst du das Tuch ja mal in auseinander gefaltet zeigen. So sieht es sehr schön aus.
Und ich freue mich für dich, dass du eine neue Stelle hast und dann noch mit einem Teil der alten Kollegen, das wird bestimmt gut. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diesen einen Monat.
Fühl dich gedrückt, Ulrike
Ich freu mich voll liebe Ulrike. Wie schön dass Du dort wieder weg kannst. Alles alles Gute für Dich und auch für Julia.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße
Kerstin und Helga
Oh, liebe Ulrike, wie gut, dass du eine neue Stelle gefunden hast. ich drücke dir ganz arg die Daumen, dass du letzten Wochen noch einigermaßen gut über die Bühne kriegst. Pass auf dich auf!
AntwortenLöschenGLG nach Dänemark
Christiane