Hier war es lange sehr, sehr ruhig....
Aber ich habe die ganze Zeit, trotz das ich keine Zeit hatte bei euch vorbeizuschauen immer wieder liebe Kommentare und nette Aufmunterung von Euch erhalten. Ich will mich wenigstens mal zu Wort melden....
Was soll ich sagen? Das hat mich alles unerwartet hart mitgenommen. Woran das jetzt konkret lieget, weiß ich nicht so genau - ja eigentlich schon....
Meinen geliebten Job zu verlieren auf die Art und Weise, alles unerwartet und kurzfristig, ein tolles Kollegenteam und letztlich meine ganze Arbeitsumgebung hat mich tief runtergezogen.
Der ganze Prozess mit der Umplatzierung, der dann kam hat mir die letzten Kräfte geraubt, da hatte ich dann irgendwie kaum Einfluss auf das was dann geschah. Ich musste mich letztendlich für einen Job entscheiden, den ich so vielleicht nicht gewählt hätte, weil ich weiß, wie hart die Bedingungen dort sind. Genau deshalb hatte ich ja letztes Jahr ins Patientenhotel gewechselt, weil ich die körperliche und psychische Belastung in der Orthopädischen Chirurgie sehr hoch waren.
Aber es war die einzige Stelle, die auch feste Nachtwachen mit meinem Turnus angeboten haben. Ich denke, das war ausschlaggebend. Da spielen auch finanzielle Gründe mit rein, in reinen Tagschichten gibt es keine Zulagen, mein Lohn wäre erheblich zusammengeschrumpft.
Ich merke, das mir alles recht schwerfällt- in den Job reinzukommen, neue Bedingungen zu akzeptieren, mich wieder neu anzupassen.
Vielleicht weil ich schon nicht mehr so jung bin und das alles nicht selbstgewählt war.
Ich habe am Montag in Hjørring im Regionskrankenhaus angefangen, auf der geriatrischen Abteilung, also Älterenmedizin. Ich hatte zum Start drei Tagschichten, also um 05:30 Uhr aufstehen, fast eine Stunde Fahrzeit und um 15 Uhr Feierabend, so war ich mit dem ganzen Verkehr und umziehen oft erst um knapp 17 Uhr daheim. Und tot...
Ich habe am ersten Tag einen schönen Strauß Frühlingsblumen bekommen, die Kollegen scheinen nett zu sein. Aber ich merke, das es da sehr viel Hickhack gibt, obwohl die Stimmung insgesamt ok ist. Meine erste Nacht hatte ich Donnerstag und bin eigentlich extra zum anlernen eingeplant gewesen, die hat gleich mit wirklich unangenehmen Spannungen zwischen den beiden anderen gestartet, die sich nicht ganz grün sind. Ich stand dann etwas dumm dazwischen.
Montag morgen kam ich dann aus meiner ersten Dienstwoche raus, die mich echt alles gekostet hat, ich bin völlig erledigt, alles neu und für mich wahnsinnig anstrengend. Aber ich will nicht jammern, ich habe zumindest Arbeit und stehe nicht auf der Straße.
Ich denke, mit mehr Routine geht es besser - es ist halt auch der Wechsel in ein völlig anderes Fachgebiet von chirurgisch zu medizinisch.
Ich glaube mich irritiert es sehr, das viele Kollegen nicht mal hallo gesagt haben, es ist ja klar, das ich neu bin. Ich hoffe, ich habe keinen übersehen, ich bin dann auf die anderen zugegangen und habe mich vorgestellt, hatte auch ein bisschen Süßkrams und Papierhasen mit am ersten Tag. Einige Kollegen waren auch sehr nett.
Aber viele ignorieren einen einfach, dabei dachte ich das man es gut findet, wenn Unterstützung kommt.
Ich fühle mich (noch nicht) richtig wohl, am dritten Tag hat mich dann auch eine große Wehmut, Sehnsucht nach meinem alten Job und meinen lieben Kollegen befallen. Da ging es mir richtig schlecht, rein psychisch. Wir haben über den Messenger noch eine Gruppe vom Patientenhotel, damit wir Kontakt halten können. Da hab ich allen geschrieben und es kamen sofort ganz liebe Worte und viel Unterstützung von allen. Das hat mir etwas geholfen.
Nun hab ich ein paar Tage frei und muss mich etwas fangen. Der Stress ist groß, ich bin völlig aus den Fugen, mit meiner Ernährung, meiner Psyche, mit allem....
Mein Mann hatte auch Geburtstag, ich musste arbeiten und war erst am späten Nachmittag zu Hause. Inzwischen war aber meine älteste Tochter da und hatte eine Ladung selbstgebackene Donauwellen (Lieblingskuchen meines Mannes) mitgebracht. Die hatten sich also schon ohne mich amüsiert :0)
Später haben wir dann Pizza bestellt und abgeholt. Janine musste zur Nachtwache abends, da war dann früh Feierabend.
Vom Geschenk erzähle ich noch, das ist ja immer sehr schwierig und ich hab vergessen, Fotos zu machen, ächz!
Charlie wächst und gedeiht, ist Freigänger geworden.
Er düst den ganzen Tag draußen herum und entdeckt die Welt, abends ist er meist völlig erledigt und schnorcht so vor sich hin.
Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)
verlinkt bei:
Häkeln / Stricken: Caros Fummeley,Stricklust
Dienstag: handmadeontuesday, Dings vom Dienstag - DvD,Stich für Stich zum Ziel
Donnerstag: UFO time , Du für dich am Donnerstag, Um Kopf und Kragen
Freitag: freutag
Sonstige:Patchworkparty, Reparieren von 12 bis 12, Froh und kreativ, Patchen & Quilten, Creativsalat, Gartenglück , Stickfreuden, Let´s finish old stuff , Die vier Jahreszeiten, Taschenlinkparty bei Marita, Kinderallerlei, Handgestickt



Ich hab mir schon gedacht, dass es Dich hart trifft, Du hast ja vorher erzählt, wie der Wechsel sein wird/könnte. Neu ist ja wirklich alles für Dich dort. Dass es Kolleg*innen gibt, die nicht mal Grüßen ist echt schade, aber es gibt überall Muffel. Zieh Dir den Schuh nicht an, dass Du der Grund bist, die sind einfach so. Ich komme auch lieber mit einem Lächeln und Hallo durch den Tag, ander nicht.
AntwortenLöschenDen Geburtstag habt Ihr ja noch schön gefeiert. So ist das halt mitten in der Woche schon mal, leider. Geschenktipps für meinem Kerl würde ich auch zu gerne annehmen. 😉😆 Der ist auch immer so schwierig da.
Jetzt erholen Dich erst einmal, versuch etwas abzuschalten. Fühl Dich umarmt und lieb gegrüßt
Nina
Das lässt sich nicht Schönreden ... ich hoffe sehr, dass es besser wird oder du (nochmal?) wechseln kannst, bis es wieder passt. Mich stresst schon, dass meine neue Geschäftsführung darüber nachdenkt, dass ich umgesetzt werden soll, nachdem ich seit 18 Jahren (befristet) am gleichen Haus bin, wobei Kollegen und Arbeit hleich bleiben würden und dich nur die Räume und das Team ändern würden. Ich sehe darin keinerlei Vorteile ...
AntwortenLöschenLiebe Ulrike, ich wünsche dir ganz sehr, dass die Situation bald besser wird und wir bald einen Post von dir lesen, der von deiner Freude am neuen Arbeitsplatz berichtet. Fühl dich mal ganz fest von mir in den Arm genommen. Lg Rela
AntwortenLöschenLiebe Ulrike,
AntwortenLöschenfühl dich ganz fest gedrückt. Ich hoffe, die Situation auf Arbeit wird bald besser. Die werden schon noch merken, was sie an dir haben und ansonsten haben sie es nicht anders verdient.
Ganz liebe Grüße,
Ulrike
www.ulibuntes.blogspot.com
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschenja, so hatte ich mir das vorgestellt.... Dass Du "tot" bist nach den ersten Diensten, ist völlig normal. Das ist Dir ja selbst auch klar. Dass Du allerdings nicht begrüßt wurdest von allen finde ich schon seltsam. Aber es braucht vielleicht auch das seine Zeit. Lass Dich bloß nicht entmutigen. Die Patienten werden Deine Zuwendung danken. Das wirst Du immer wieder erleben.
Alles Gute für das Eingewöhnen!
Elke
Hallo Ulrike,
AntwortenLöschendas hört sich alles sehr sehr stressig an, ich befürchte auf Dauer wirst du das nicht durchhalten können. Was sagt dir dein Körper? Was sagt dir dein Arzt? In Deutschland gibt es vorbeugende Reha-Programme der RV speziell für Berufstätige, nennt sich Fit und Aktiv.
https://www.rv-fit.de/DE/home/home_node.html
Ich wünschte ich hätte das damals für mich vorher gewusst.
Jetzt bin ich froh in der Rente gelandet zu sein.
Ich weiß nicht ob es in Dänemark diese Angebote auch gibt?
Pass gut auf dich auf, ich wünsche dir und deiner Familie ein friedliches Osterfest.
Liebe Grüße von Conny
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschenso viel Veränderung, und dann noch mit einem holprigen Start im neuen Job. Puh, das muss man erst einmal "stemmen". Ein kleines "Hallo" von den KollegenInnen wäre doch das mindeste gewesen,und es kostet doch eigentlich nichts es mit einem Lächeln zu verbinden. Wenn Du nach dem Job nach Hause kommst, begrüßt Dich dafür ein zufriedenes Kätzchen. Ich drück Dir ganz fest die Daumen für eine bald bessere Job-Situation. Sei positiv und passe gut auf Dich auf.
Liebe Grüße Anke
liebe Ulrike das sind ja keine guten Nachrichten, der Wechsel der Arbeitsstelle , dann der lange Fahrtweg und dann kein Willkommen. Leiste, dass was geht und achte auch auf Dich. Und evt. gibt es doch noch Möglichkeiten wieder in deinem Fachgebiet wieder tätig zu sein. Auch die Geratrie ist anstrengend.
AntwortenLöschenerhole dich gut wenn es möglich ist und lasse dich weiter von deiner Familie verwöhnen. Liebe Grüße von Frauke
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschendass Kollegen neue Mitarbeiter nicht mal begrüßen, ist doch wohl kaum zu fassen. Was geht da ab, warum benimmt man sich so?
Es tut mir total leid, dass du dich zusätzlich zur Umstellung und Einarbeitung auch noch mit solchem Gezicke herumschlagen musst.
Bitte verloren nicht den Mut, wer weiß, vielleicht sieht in ein paar Wochen alles schon wieder ganz anders aus. Es ist ja zum Glück oft so, dass sich im Nachhinein alles entspannt.
Ich drücke dir fest die Daumen und denke an dich. Viele
Claudiagrüße
... von der, die in den letzten 2 Wochen fast täglich jemanden in der Geriatrie besucht hat...
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschendass Kollegen neue Mitarbeiter nicht mal begrüßen, ist doch wohl kaum zu fassen. Was geht da ab, warum benimmt man sich so?
Es tut mir total leid, dass du dich zusätzlich zur Umstellung und Einarbeitung auch noch mit solchem Gezicke herumschlagen musst.
Bitte verloren nicht den Mut, wer weiß, vielleicht sieht in ein paar Wochen alles schon wieder ganz anders aus. Es ist ja zum Glück oft so, dass sich im Nachhinein alles entspannt.
Ich drücke dir fest die Daumen und denke an dich. Viele
Claudiagrüße
... von der, die in den letzten 2 Wochen fast täglich jemanden in der Geriatrie besucht hat...
Ach Du Liebe, ich hätte es Dir einfacher gewünscht. Ich drück Dich einfach aus der Ferne und die Daumen sind gedrückt, dass die nächste Woche besser läuft und alle etwas freundlicher werden, sobald sie dich kennen und einschätzen können.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Manu
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschenich drücke die Daumen, dass es dir weiter besser bei der neuen Arbeit geht.
Und wie ich im Winter in einer Vorlesung gehört habe, könnte das jau auf deine Situation ein bisschen anpassen. Die neuen Kollegen haben ja ein Problem, nicht du, wenn sie dich nicht grüßen verstanden haben.
Ende von diesem Sommer soll ich auch auf eine andere Arbeitssituation vorbereiten. Aber das ist nicht so, dass das plötzlich kommt. Eine Arbeitstelle wird geschlossen, dann bleibe ich nur in der zweiten, was einerseits leichter wäre, aber wo man lange Jahre gearbeit hat und dann gibst es nichts mehr...
Ich hoffe, dass du bei einer Handarbeit sich entspannen kannst.
Liebe Ulrike, toi toi toi ich hoffe auf bessere Nachrichten und dass die Unstimmigkeiten dort nicht anhalten....!! Wenn der Frühling grüßt dann hüpft das Herz vor Freude. Frohe Ostertage.
AntwortenLöschenHerzlichst
Kerstin und Helga
Servus Ulrike,
AntwortenLöschenich würde gerne - kann aber nicht positiv schreiben, denn alleine wenn ich deinen Text durchlese, spüre ich Stress und Unbehagen am eigenen Körper! Ich kenne deine Situation aus eigener Erfahrung und kann dir keine gut gemeinten Ratschläge geben, denn ich stecke nicht in deinen Schuhen. Dass dir die momentane Situation nicht guttut, kann man nicht weg- oder schönreden. Ich wünsche dir das Allerbeste und hoffe, du findest den richtigen Weg für dich! Liebe Grüße
ELFi
Liebe Ulrike,
AntwortenLöschendu machst da gerade ein sehr harte Zeit durch. Kollegen, die eine neue Mitarbeiterin nicht grüßen und willkommen heißen... wow, das ist echt hart. Das habe ich noch nicht einmal im sonst so sturen Deutschland erlebt. Wenn man dann als "Neue" auch noch zwischen zwei Streithähne gerät, kann einem schnell die Lust aufs Arbeiten vergehen. Ich hoffe, es wird besser und es hatten alle nur einen schlechten Tag. Lass den Kopf nicht hängen, ich drück dich. Genieße die freien Tage.
Liebe Grüße Carolyn
Ach Mensch, ich kann das wirklich gut nach vollziehen. Immerhin hatte ich auch schon ein paar Wechsel und bin da, gerade am Anfang, auch recht zurückhaltend. Aber dass es dort Menschen gibt, die dir nicht mal Hallo sagen, also das finde ich schon arg. Also so ein bisschen Anstand kann man ja schon haben, dass man wenigstens zurück grüßt. Da hast du wirklich einen sehr zermürbenden Start gehabt.
AntwortenLöschenIch drücke die Daumen, dass sich zumindest das Arbeitsklima bald ein bisschen bessert. Fühl dich gedrückt