Dienstag, 20. November 2018

Quiltgirlie: DIY Hexagon Nadelkissen - wir Lieseln


Vielen Dank an Ulrike, dass ich hier über das English Paper Piecing, auch Lieseln genannt schreiben darf. 



Ich liebe diese Technik, weil sie ideal für unterwegs ist.
Ein einfaches Einstiegsprojekt ist ein Nadelkissen aus 8 Hexagons.

Dafür braucht ihr Papierschablonen, die ihr euch am PC selbst ausdrucken könnt. Eine kostenlose Seite ist: http://www.evchens.de/sogehts/downloads.html Dort findet ihr neben Hexagons in unterschiedlicher Größe auch Fünfeck- und Dreieckschablonen.

Meine Hexagonschablonen haben die Größe von 5 cm, wobei bei evchens nicht die Kantenlänge, sondern die Diagonale gemeint ist. Gedruckt werden die Schablonen auf dickerem Druckerpapier mit einer Dicke von 120g/qm. Man kann auch fertige Schablonen kaufen um sich das Auschneiden der Schablonen zu ersparen, aber das wird bei einem größeren Projekt schnell ein teurer Spaß.
Außerdem braucht ihr Heftklammern, z. B. Wonderclips. Solltet ihr die nicht besitzen, gehen zum Ausprobieren auch Büroklammern. Zum Heften könnt ihr ein billiges Garn benutzen, ich nehme dafür gerne meine Reste aus diversen Discountersortimenten.

Fürs Zusammennähen der Hexagons solltet ihr aber ein qualitativ hochwertiges Garn nehmen, sonst reißt euch ständig der Faden und ihr verliert schnell den Spaß am Lieseln. Nicht mehr missen möchte ich auch meinen Garneinfädler,
denn man muss oft Garn einfädeln. 


Die Stoffe schneidet ihr mit einer Nahtzugabe von 0,75 bis 1 cm zu. 


Nun beginnt ihr mit dem Fixieren des Hexagons um die Papierschablone.



Wenn ihr Übung habt, reichen auch ein oder zwei Seiten zu fixieren und dann mit dem Heften zu starten. Ich mache beim Lieseln grundsätzlich keine Knoten, sondern vernähe den Faden, da der Knoten sich durchdrücken oder im schlimmsten Fall sich lösen könnte. Beim Heften fixiere ich die einzelnen Ecken mit ein/zwei Stichen und ziehe den Heftfaden zur nächsten Ecke. Dabei nicht durch das Papier stechen




So sieht es dann aus, wenn die Runde geschlossen ist. Es gibt auch eine Hefttechnik, bei der bewußt durch die Papierschablone geheftet wird. Der Nachteil ist aber, dass man die Heftfäden später wieder entfernen muss, um die Schablone zu entfernen, und das ist bei dieser Methode nicht nötig, der Heftfaden bleibt und die Schablone kann auch wieder verwendet werden. 



So würde es aussehen, wenn ihr statt der Wonderclips Büroklammern verwendet. 


Wenn alle 8 Hexagons geheftet sind, müsst ihr euch überlegen, wie ihr sie zusammen nähen wollt. 


Bei meinem Nadelkissen wird das rote Hexagon der obere und das dunkelblaue Hexagon der untere Mittelpunkt sein. 




Nun geht es ans Zusammennähen mit einem Überwendlingsstich. Ich nehme dafür gerne ein farblich passendes Nähgarn, desto weniger fällt das Garn auf.
Nehmt keinen zu langen Faden, denn das Garn wird stark strapaziert und reißt ,
wenn ihr den Faden zu lang gewählt habt.
Wie oben schon erwähnt, mache ich nie einen Knoten,
 sondern fange beim Zusammennähen ca. 1 cm vor der Ecke an, 


nähe dann bis zur Ecke 


Und dann zurück bis zum Ende. Wenn ihr an dieser Stelle endet, weil z. B. der Faden zur Neige geht, näht ihr nun wieder ca. 1 cm zurück.
So ist euer Anfang und Ende gesichert. Macht möglichst kleine Stiche und achtet darauf, dass ihr den Stoff zwar knapp, aber doch gut mit euren Stichen fasst.


So sieht es dann aus, wenn die ersten beiden Hexagons zusammen genäht sind.


In welcher Reihenfolge ihr nun weiternäht, bleibt jedem selbst überlassen, es gibt kein richtig oder falsch. Ihr könnt erst alle Hexagons um den Mittelpunkt nähen oder vorher die seitliche Naht zum nächsten Hexagon schließen.

 Wenn man in der Richtung nicht mehr weiternähen kann, führt man den Faden einfach unter der Nahtzugabe zu der Stelle, an der man weiter nähen möchte. 


So sollte es aussehen, wenn alle 8 Hexagons in einer Ebene zusammen genäht sind. 

Um die Hexagons jetzt zum Nadelkissen zusammen zu nähen, muss man schon mal eine Schablone knicken und es wird vielleicht ein bisschen fummelig,
 besonders beim ersten Mal. 


Vergesst nicht, eine Wendeöffnung zu lassen. Ich habe dafür eine Seite auf der Rückseite offen gelassen, zwischen dem grünen und dem dunkelblauen Hexagon. 


Nun wendet ihr euer Nadelkissen. Auf dem Foto könnt ihr ganz gut
 die Wendeöffnung erkennen. 


Anschließend wird das Nadelkissen mit Füllwatte gestopft und die Wendeöffnung mit möglichst kleinen Stichen geschlossen.
 Und schon habt ihr euer erstes gelieseltes Nadelkissen fertig. 


Wenn ihr zum Schließen der Wendeöffnung kleine Stiche macht, könnt ihr euer Nadelkissen je nach Lust und Laune auch von beiden Seiten benutzen. 


Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lieseln...
Eure Britta

Kommentare:

  1. Guten Morgen, liebe Britta,
    herzlichen Dank für diese tolle Beschreibung! Bisher hab ich mich immer nicht rangetraut, an das Lieseln .... aber Du hast das so toll beschrieben, daß ich es sicher bald mal ausprobieren werden!
    Hab einen schönen und zufriedenen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
    Und auch Dir, liebe Ulrike, danke für den tollen geteilten Gastbloggerbeitrag!
    Hab einen schönen und zufriedenen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße nach Dänemark, Claudia ♥

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  2. Vielen Dank, liebe Britta, für Deine Ausführung des EPP, ich find es toll, wie Du das Vernähen beschreibst. So kannte ich es bisher nicht, finde es aber durchaus logisch und sinnvoll.... Jetzt muss ich nur noch lernen meine Stiche so zu setzen, dass sie auf der Vorderseite nicht zu sehen sind ;o)

    Ganz liebe Grüße aus Franken an Dich und Ulrike, Katrin

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  3. Liebe Britta,
    Herzlichen Dank für die Anleitung! Der Tipp mit dem zurücknähen ist ja Gold wert. Wenn ich mal oh Wunder, EPP genäht habe, bin ich auf sowas nicht gekommen. ;)
    LG Rike

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  4. Ich mag diese Technik. Damit bekommt man wirklich auch die kleinsten Reste weg . Ich finde das klasse :)) Schöne Anleitung
    LG heidi

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  5. Dankeschön für diese gute anschauliche Anleitung, doch wann werden die Papierstücke entfernt, hab ich das überlesen?
    LG Elke

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    1. Liebe Elke,
      Britta schreibt: "Sobald an das Hexagon von allen Seiten ein weiteres genäht worden ist , kann man die Schablone entfernen. " ganz LG Ulrike :0)

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  6. So ein süßes Nadelkissen habe ich auch in meinem Besitz, auf dem Zuschneidetisch sorgt es immer für eine griffbereite Nadel.
    LG Angelika

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  7. das ist Nadelkissen ist ja wieder"ZUCKERSÜSS" liebe Ulrike

    sei lieb umarmt SilviA

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  8. Eine schöne Idee, noch nicht verbrauchte, übrige Hexagons aus früheren Projekten zu verwenden. Vielen herzlichen Dank. Grüße von Rela

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  9. Das ist ein schönes kreatives Nadelkissen und eine tolle Anleitung. Danke für den Link.
    LG Elke

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  10. Hallo,
    ich habe schon viele dieser Nadelkissen gemacht. Sie sind ja auch immer ein schönes Mitbringsel.
    Ich fülle sie mit Vogelsand, so sind sie auch gleich als Stoffbeschwerer zu gebrauchen .
    LG Doris :o)

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  11. Danke für die deutliche Anleitung für das wunderschöne Nadelkissen. Vielleicht wage ich mich dann demnächst auch ans English Papier Piecing und kann so meine Stoffreste etwas verringern.
    LG, Mühlenmeisje

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  12. Liebe Britta,
    vielen DAnk für das Vorstellen der Technik! Eigentlich bin ich nicht so der HAndnäher.... aber so ein kleines NAdelkissen würde mich ja schon reizen ;-)
    Dir, liebe Ulrike, lieben Dank für die tolle Gastbloggerserie... eine Idee nach der anderen setzt sich in meinem Kopf fest...
    LG
    CHristiane

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  13. Diese süßen Nadelkissen habe ich auch schon genäht und sie machen mir immer wieder Freude. Sind auch schöne kleine mitbringsel für liebe Menschen.
    Liebe Grüße Anke

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  14. Sehr schön, könnte ich auch mal probieren.
    Wenn nur nicht das ganze Handnähen wäre.
    LG Maren

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  15. Guten Abend liebe Britta,
    die Anleitung ist spitze. Dieses Nadelkissen ist nicht nur praktisch und erfüllt seinen Zweck, sondern sieht sogar noch richtig schick aus.
    Liebe Grüße
    Andrea ♥

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  16. Klasse! Ich habe es ganz genau durchgelesen und alles verstanden, auch den Nachtrag wann man das Papier entfernt. In einigen Blogs habe ich schon davon gelesen, aber so richtig interessiert hat es mich bisher nie, weil es eben eine solche Fummelei ist. Aber wenn ich das hier nun so sehe, gefällt es mir. Die Farbwahl ist auch wirklich schön bei diesem Exemplar und außerdem ist's super erklärt. Ist somit gemerkt!
    Liebe Ulrike, hab vielen Dank für die Inspiration und die tolle Aktion.
    Nun stöbere ich noch ein bisschen bei Dir.
    Liebe Grüße von der Insel Rügen, MAndy
    Ach ja, in meinem aktuellen Blog habe ich Dich erwähnt, schuld ist Deine hübsche Frieda ;D

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  17. Ah, was für eine schöne Beschreibung.
    Winkegrüße Lari

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Ich freue mich über jeden Beitrag, also nur los :0)....
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