Donnerstag, 18. April 2019

Ach ja: Frohe Ostern Euch allen!


Am Mittwoch ist noch bei mir ganz liebe Osterpost hier eingetrudelt....

Zum einen ist mein Geschenk von Maikas Wichtelparty - das Lamatäschchen von Ariane vom Blog " ArianeB -Handmade"- angekommen.
Es war gefüllt mit Lübecker Marzipan (hmmmm), einem kleinen Schlüsselanhänger, Tee und Meersalzbad....


Das Täschchen ist viel grösser als gedacht und ich freue mich sehr darüber, natürlich auch über die tollen Extras :0)
Lieben Dank, Ariane!

Dann kam noch ein lieber Brief von Andrea vom Blog "Ich völlig ungeschminkt". Wie ich schon fühlen konnte, war da noch was drin :0)
ein kleines gehäkeltes Schaf - ein Anhänger! Mega! Und die Karte ganz toll selbst gestickelt... Gras wollte das Schaf nicht haben, aber es hat schon einen passenden Platz gefunden! An meinem Osterstrauch.


Ellen, die alte Heimlichtuerin hat mir einen ganz tollen Osterbrief geschickt, vorn mit Häschen und auf der Rückseite des Umschlags hat sich ein Eichhörnchen versteckt :0)


Die Karte ist wunderschön und natürlich selbstgebastelt :0)
Herzlichen Dank, liebe Ellen, die sieht sooo schön aus!

Und dann noch eine Hasenkarte von meiner Mama, das hat mich dann auch sehr gefreut. Bald fahre ich sie besuchen, das ist nicht mehr so lange hin....


An alle Teilnehmer beim Geburtstagswichteln:
Vergesst bitte nicht, mir Eure aktuelle Adresse mitzuteilen - also alle, die das noch nicht getan haben :0)

Wir haben nichts Grosses vor, geniessen nur ein paar freie Tage. Was ist bei Euch so geplant, oder freut Ihr Euch auch einfach über ein paar freie Tage?

Deshalb wünsche ich Euch allen ein schönes Osterfest und hoffentlich sonniges Wetter!
Ich schaue auf jeden Fall auf Euren Blogs vorbei um noch ein paar Posts nachzulesen.

Nächste Woche habe ich wieder ein paar spannende Sachen zu berichten, also, bis dahin...

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)





Dienstag, 16. April 2019

So geht´s: Vom Top zum Quilt

Vom Top zum Quilt – Das Heften 



Vor ein paar Tagen erreichte mich eine E-Mail von Ulrike, in welcher sie fragte, ob ich gern einen Gastbeitrag für ihren Blog schreiben wollte. Schon im letzten Jahr hatte sie immer wieder Gastblogger und möchte das auch in diesem Jahr fortsetzen. 

Da ich die Angewohnheit habe – mein Mann meckert darüber oftmals – morgens im Bett E-Mails abzurufen und zu lesen, war ich an dem Morgen sofort hellwach und dann kamen die Fragen: Ich einen Gastbeitrag? Worüber denn?
 Und kann ich das überhaupt, schließlich habe ich das alles doch gar nicht gelernt, sondern mir selbst beigebracht. Aber Ulrike meinte, dass sie genau solche Blogger möchte. 


Eine Weile habe ich überlegt, worüber ich denn überhaupt bloggen könnte und dann kam mir die Idee „Vom Top zum Quilt“, schließlich habe ich gerade ein tolles Top fertig gestellt, welches ich nun heften und quilten möchte. 

So sehr ich beim Patchworken eine Nichtbüglern bin, so sehr plädiere ich dafür, vor dem Heften das Top und die Rückseite ausreichend zu bügeln. Ich bügele immer mit ganz viel Dampf, manchmal auch mehrfach. Gerade mein Rosentop, welches von Hand appliziert ist, muss ich gründlich bügeln. Auf dem Foto kann man gut erkennen, wie gutes Bügeln, das Top noch einmal verändern kann. 


Ganz wichtig ist, dass Vlies und Rückseite an jeder Seite ca. 10 cm größer als das Top sind. Insbesondere beim Maschinenquilten ist das ganz wichtig, denn da wird das Top eventuelle durch vieles Quilten noch etwas gedehnt. Beim Handquilten ist die Gefahr nicht ganz so groß, aber auch da müssen Vlies und Rückseite größer als das Top sein, um eventuelle Verschiebungen ausgleichen zu können.

Als ich mit dem Quilten angefangen habe, habe ich meist Polyestervlies verwendet, möglichst hochbauschig, damit der Quilt schön dick und kuschelig wird. Wenn ich dann aber noch eine Rückseite aus Kuschelvlies verwendet habe, liess sich das Sandwich kaum noch unter der Nähmaschine bewegen. Irgendwann habe ich dann, durch eine Komplettpackung, anderes Vlies kennengelernt und zwar 80/20-Vlies (80 % Baumwolle, 20 % Polyester). Zuerst war ich skeptisch, denn das Vlies ist ja doch recht dünn, aber die Verarbeitung und auch im fertigen Quilt hat mich das Vlies vollends überzeugt. Und so verwende ich das Vlies in letzter Zeit nur noch. Auf eine bestimmte Marke bin ich dabei nicht festgelegt, meist kaufe ich das Vlies von Luna. 

Eigentlich soll man das Vlies ja vor der Verarbeitung eine Weile ausliegen lassen, damit die Falten vom Zusammenlegen verschwinden. Ich mache das nicht, da diese Art der Verarbeitung ja einen gewissen Vorlauf und eine gewisse Planung benötigt. Ich bin meist sehr spontan in meinen Tätigkeiten und wenn ich ein Top fertig habe, möchte ich es quilten und nicht erst noch das Vlies liegen lassen. ;-) 

Ich habe meine Tops auf verschiedene Arten geheftet. Alle verwende ich auch heute noch. 


Zu Beginn meiner „Quilterlaufbahn“ habe ich, weil ich andere Arten einfach noch nicht kannte, mein Top mit Vlies und Rückseite mit Stecknadeln zusammengesteckt. Wenn ich kleinere Quilts habe, die ich mit der Maschine quilte, mache ich das auch heute noch. 


Allerdings hat diese Methode zwei Nachteile: Blasen an der Fingerkuppe vom Stecknadeln stecken und zerkratzte Arme vom Quilten. Aber für kleinere Quilts, die ich gleich mit Maschine quilte, eine für mich unschlagbare Methode. 


Die eigentlich klassische Heftmethode ist ja das Heften mit Heftfäden. Diese Variante habe ich zwei-, dreimal für einen größere Quilts verwendet, die ich von Hand quilten wollte.

Dazu habe ich meine Rückseite, darauf mein Vlies und dann das Top auf einem großen Tisch ausgebreitet. Mit einer großen, langen Nadel und Heftgarn (kannte ich damals nicht und musste mir erst erklären lassen, was das ist) habe ich dann den Quilt geheftet.

 Dazu habe ich mit der Nadel in das Sandwich gestochen und 
bin nach einem Stück dann wieder hochgekommen.


 Man tut einfach so, als würde man mit normalen,
aber großen Stichen etwas zusammennähen.

Zum Handquilten ist das eine wirklich sehr gute Lösung, zum Maschinenquilten eignet es sich meiner Meinung nach überhaupt nicht, denn durch die Maschinenstiche wird der Heftfaden ja mehrfach auf dem Quilt festgenäht. 


Eine andere Heftmethode ist Kleben. Auch das habe ich schon oft angewendet. Hauptsächlich zu der Zeit, als ich das Heften als die
unbeliebteste Arbeit am Herstellen eines Quilts empfunden habe.

Ich habe dafür Sprühkleber Odif 505 verwendet. Dazu wird die Rückseite glatt auf dem Untergrund ausgebreitet. Viele kleben die Rückseite auf dem Fußboden fest.
 Ich habe das bisher nicht gemacht, bisher ging es so und ich habe auch
 nie Kreppband zu Hause gehabt (fehlende Planung?).

Meistens habe ich es dann so gemacht, dass ich mein Vlies auf die Rückseite gelegt und angepasst habe. Dann habe ich an einer Seite mein Vlies zur Mitte hin eingerollt und begonnen, meine Rückseite von der Mitte nach außen hin mit dem Kleber zu besprüchen. Das eingerollte Vlies habe ich dann Stück für Stück ausgerollt und dabei die Falten immer gut nach oben und zur Seite hin ausgestrichen. Mit der anderen Seite habe ich es ebenso gemacht. Wenn Vlies und Rückseite gut mit einander verbunden sind, passtiert das gleiche mit dem Top. Das habe ich auf Vlies und Rückseite ausgebreitet und gut ausgestrichen. Wieder habe ich von außen zur Mitte hin eingerollt und dann mein Top auf mein Sandwich geklebt. Wichtig ist, die Falten die entstehen, immer gut auszustreichen. 

Als Nachteil beim Kleben empfinde ich, dass auch die Umgebung klebt, da der feine Sprühnebel nicht ganz so gut zu dosieren ist und sich dann überall verteilt. Geklebte Tops habe ich vor dem Quilten immer erst ein wenig liegen gelassen, damit der feuchte Kleber trocknen kann. Geklebte Quilts habe ich immer mit der Maschine gequiltet, aber auch zum Handquilten ist es, denke ich, eine passable Methode. 


Im Quiltfriendsforum, in dem ich damals sehr viel unterwegs war, hatte ich von einer Heftpistole gelesen. Viele hatten damit gute Erfahrungen gemacht, andere hielten von der Methode nicht viel. Ich habe mir eine Heftpistole gekauft und auch damit das Heften damit versucht. In letzter Zeit habe ich nur noch kleinere Quilts mit der Pistole geheftet. Dazu habe ich dann immer Rückseite, Vlies und Top auf das Bügelbrett gelegt, welches ich höher als zum Bügeln eingestellt habe, damit ich mich nicht so weit runterbeugen muss. 



Wenn ich mit der Pistole hefte, liegt die linke Hand unter dem Sandwich, von oben steche ich mit der Pistole hin das Sandwich hinein. 

Die Nadel kommt bei mir immer zwischen linkem Zeige- und Mittelfinger durch, so weiß ich immer, ob ich weit genug in das Sandwich hinein gestochen habe. Dann „schieße“ ich den Heftfaden in den Quilt hinein. Die Nadel hinterlässt im Stoff ein kleines Löchlein, welches aber in den allermeisten Stoffen sich wieder zuzieht. Bei Batikstoffen nehme ich die Heftpistole weniger gern. Die sind fester gewebt als normale Stoffe und so verschwinden die Löcher dort etwas schlechter. 


Die Methode kann sowohl zum Hand- als auch zum Maschinenquilten verwendet werden. Um die kleinen Heftfäden nach dem Quilten wieder aus dem Quilt zu bekommen, gibt es einen Entferner. Der ist vorn ein bisschen gebogen und hat einen Schlitz. Mit dem gebogenen Teil fährt man unter den Heftfaden und schiebt dann das Teil nach vorn. Durch den geschliffenen Schlitz wird der Heftfaden durchtrennt und kann ganz leicht aus dem Quilt entfernt werden.


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Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

Montag, 15. April 2019

So geht´s: Meine Gastbloggerin Viola von LyonelBs Blog

Heute ist Viola vom Blog "LyonelBs Blog" bei mir zu Gast.
Sie bloggt schon seit 2009 rund um das Thema Nähen, Patchwork, Quilten, 
sticken und vieles mehr.....

Stell Dich bitte kurz vor: Wer bist Du und was machst Du so?




Ich heiße Viola, bin 44 Jahre alt und verheiratet. Zu meiner Familie gehören noch

unsere drei Kinder (17, 15 und 6 Jahre alt). Beruflich habe ich – für viele sicher –

einen knochentrockenen Beruf: Notarfachangestellte. Neben meinem Hobby Nähen,

gibt es in meinem Leben noch eine zweite Tätigkeit:
 Ich bin Staffelleiterin beim Fußball bei den B-Junioren.



Wie bist Du zum Quilten/ Patchworken gekommen?

Sicher muss ich dazu erst einmal erzählen, wie ich zum Nähen gekommen bin. Meine
Mutter hat ganz viel genäht, es gehörte zu meinem Leben dazu. Als ich dann mit
meinem Mann zusammengezogen bin, habe ich mir auch eine Nähmaschine gekauft.
Damals war es für mich so, dass zu einem richtigen Haushalt eine Nähmaschine
gehört. Punkt! Viel genäht habe ich damals aber nicht.

Als dann unser erstes Kind geboren war, wollte ich ihm gern etwas nähen. Allerdings waren die Schnitte nicht wirklich modern, sie waren aus den 80ern. Einfach nur weit und kastig, aber so fing ich mit dem Nähen an. Irgendwann hatte ich im Internet von einem Charmequilt
gelesen, das muss so 2006/2007 gewesen sein.
 Ohne genau zu wissen, was es ist und wie es geht, wollte ich so einen Quilt auch nähen (hab ich bis heute nicht und mich drängt es danach auch nicht mehr).


Welche Muster und Techniken magst Du, Welche weniger?

Als ich angefangen habe mit dem Patchwork war ich der absolute Maschinennäher.
Handnähen hat mich nicht begeistert, ich habe es rigoros abgelehnt. Das dauerte
mir viel zu lange und war für mich damals überhaupt nicht zeitgemäß.

Zwischenzeitlich hat sich das komplett geändert. In der zweijährigen Elternzeit mit
meiner Tochter habe ich genäht „was das Zeug hält“, ich hatte ja Unmengen an Zeit.
Nach dieser Zeit hat sich das und auch meine Vorlieben geändert. Habe ich damals
nur mit der Maschine genäht, nähe ich heute ganz viel mit der Hand.


 Bedingt auch dadurch, dass ich maschinenmäßig schon so Vieles genäht habe, meine Zeit weniger geworden ist und ich nun viel Zeit beim Warten (wenn ich die Jungs zum Fußball
fahre) verbringen muss.




Gern appliziere ich zur Zeit, am liebsten mit Flanell und Wollfilz. Das ist eine Arbeit,
die ich auch gut unterwegs machen kann.

Hast Du Ein grösseres Projekt, das Du bald in Angriff nehmen möchtest?

Ja, ein größeres Projekt habe ich: Meine Violas Jane.


 Bereits 2009 (?) habe ich damit schon einmal angefangen, bin aber über den ersten Block nicht hinausgekommen. Damals war ich noch nicht soweit.

 2016 habe ich ich erneut an das Projekt gewagt und bin auch gut voran gekommen. Im Moment ruht die Arbeit daran aber schon seit einer ganzen Weile.
Aber ich stresse mich damit nicht, die Zeit ist irgendwann wieder reif für Jane und mich.

 Was bedeutet für Dich Dein Hobby? 
Was machst Du sonst noch so in deiner freien Zeit?

Mein Hobby bedeutet für mich Ausgleich zu meiner Arbeit im Büro, Abschalten, Zeit
für mich. Insbesondere die Wartezeit habe ich inzwischen lieben gelernt, denn bei
einer 5-köpfigen Familie habe ich Zeit für mich eher selten.
unglaublich: Viola beim Handquilten während der Wartezeit im Auto :0)
 Wie ich oben schon kurz geschrieben hatte, bin ich nebenbei noch Staffelleiterin beim Fußball und kümmere mich darum, dass die Saison läuft. Auch das ist viel Organisatorisches. Aber die Arbeit macht mir Spaß, ich bin dadurch viel selbstbewusster und mutiger geworden.



Steffen und ich gehen auch so gern zu Fußballspielen, aber das ist im Moment
seltener geworden, da er, nach langer Krankheit, wieder selbst als Schiedsrichter im
Einsatz ist. Wir sind eine Familie, die sich am Wochenende immer aufteilen muss: Ein
Kind spielt aktiv Fußball, zwei aus der Familie sind Schiedsrichter und Katharina
muss immer mit.

 Was inspiriert Dich für Deine Arbeiten? 
Zuerst die Stoffe oder das Projekt, das Du vor Augen hast?


Das ist eine schwierige Frage. Was inspiriert mich? Oftmals ist es so, dass ich ein
Bild im Netz sehe und das dann gern nacharbeiten möchte. Ich arbeite viel mit
Monatsprojekten und Fertigpackungen. Viele mögen dies gar nicht, weil sie der
Meinung sind, das ist nicht kreativ und nichts eigenes. Ich mag es gern.


In letzter Zeit mache ich es häufiger so, dass ich Dinge beim Nacharbeiten abwandele.
 Das beste Beispiel dafür ist mein Skizzenbuchquilt...


 Den Quilt habe ich auch im Netz entdeckt.
Die Anleitung dazu gab es leider nur in Amerika und die
wäre mir mit Versand zu teuer geworden und so habe ich den Quilt nachgearbeitet.
Zu Anfang habe ich mich noch an das Original gehalten, dann wurde es mein Quilt.


Wie sieht Dein Nähbereich aus? Welche Maschinen und Arbeitsmittel benutzt Du?

Mein Nähbereich ist nur eine Ecke im Schlafzimmer, aber ich bin zufrieden
(meistens). Ich muss meine Sachen nicht wegräumen, sondern kann alles, wenn ich
nicht fertig geworden bin, liegen lassen. Zum Handnähen habe ich meine Sachen im
Wohnzimmer auf dem Hocker liegen.


Seit 2010 nähe ich auf einer Janome Horizon 7700.


 Ich liebe meine Janome, sie hat alles, was ich brauche. Gut, die ganzen vielen Zierstiche brauche ich weniger, aberansonsten ist es eine wirklich gut durchdachte Maschine.
 2015 habe ich mir einenTraum erfüllt und mir eine Bernina gekauft. 

Eine Bernina war schon immer meinTraum. Diese Maschine habe ich mir damals gekauft, damit ich morgens, ich binimmer laaaange vor meiner Familie wach, im Wohnzimmer auch nähen kann.Zusätzlich habe ich noch eine Privileg Overlock (schon ewig), eine Stickmaschine (Brother 750, wird seltener genutzt, aber immer mal wieder). Ja und dann habe ich mir 2017 wieder eine Covermaschine gekauft.


Die ist nicht notwendig, aber traumhaft schön.


Zu der Cover gibt es auch eine Geschichte. 2005 war Jonathan zur Kur und ich war
der Meinung, dass ich ihm Sachen nähen muss. Dafür hatte ich mir eine Cover
gekauft. Allerdings stand ich mit der von Anfang an auf Kriegsfuß.
 Das Problem lag aber weiß Gott nicht an mir, sondern an der Maschine. Als mein Papa 2013 dann zur Kur ging und ich ihm eine Hose kürzen sollte,
wollte ich den Saum so richtig schön covern.

Allerdings wollte das die Maschine nicht und ich habe ein Loch produziert.
Darüber habe ich mich so geärgert, dass ich die Cover in die Mülltonne geworfen
habe. Ich hatte mir dann eine Kombimaschine gekauft, die aber auch nicht so richtig
gut nähte und immer mal wieder Fehlstiche produziert hat. Diese habe ich dann nach
ein paar Jahren in Zahlung gegeben und mir die Janome Cover gekauft – ein Traum!


 Wo stöberst Du gerne nach Materialien/ Stoffen?
 Hast Du Lieblingsshops? Kaufst Du auch Stoffe im Netz?

Da ich keinen wirklichen Patchworkladen in greifbarer Nähe habe,
 bin ich auf das Internet angewiesen. 
Ich bestelle eigentlich alle meine Sachen online und habe da so
drei, vier Lieblingsshops. Hier in Deutschland bin ich Stammkunde bei Planet
Patchwork und dem Handarbeitshaus in Gröbern. Ansonsten bestelle ich sehr gern
auch bei Cotton and Color und natürlich bei Fatquartershop.
 Ansonsten kaufe ich die Sachen da, wo ich sie entdecke.


 Worüber schreibst Du in Deinem Blog?

In meinem Blog schreibe ich über alles, hauptsächlich aber über mein Hobby. Ich
lasse aber auch immer wieder persönliches mit einfließen. Für mich gehört es dazu.
Ich zeige auch Fotos von mir und meiner Familie. Ich weiß, man sollte es nicht
unbedingt tun, aber ich habe für mich entschieden, es so zu tun.


Früher habe ich noch mehr private Fotos gezeigt, heute tue ich es seltener oder wenn, dann
hauptsächlich nur von mir. Oftmals hat mir der Austausch im Blog geholfen, wenn es
in unserer Familie mal wieder eine Katastrophe gegeben hat. 2014 zum Beispiel war
es ganz schlimm, da stand es gesundheitlich bei Steffen arg auf der Kippe, ich habe
darüber auch in meinem Blog geschrieben, ich musste mich mal jemandem öffnen.
Der Zuspruch hat mir dann Halt und Kraft gegeben.

Ist Dir der Kontakt zu anderen Bloggern und der Austausch 
mit Gleichgesinnten wichtig?


Ja, der Kontakt zu anderen ist mir wichtig, ich freue mich über liebe Kommentare
und Mails. Leider komme ich nicht so häufig zum antworten, wie ich das gern hätte.
Dadurch, dass ich eine 40-h-Woche habe und dann auch noch die Familie und den
Haushalt, bleibt manches auf der Strecke. Ich habe auch schon Blogger persönlich
kennen gelernt, das ist natürlich wunderschön. Das sind auch die Dinge, die mich
immer wieder bestärken, den Blog weiter zu führen, auch wenn ich manchmal lange
nicht zum Posten komme.

 Hast Du Tips für Messen oder Ausstellungen?

So wirkliche Tips habe ich nicht, da ich selbst wenig Ausstellungen besuche. Im
Sommer fahre ich definitv wieder zur Mitmach-Ausstellung in Ohrdruf. Diese wird
von Regina organisiert und vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal da. Da allerdings
nur als Besucher, im letzten Jahr hatte ich auch Quilts dabei. Auf diese Sache
freue ich mich schon wieder sehr und der Termin steht felsenfest für mich.

************
Lieben Dank Viola für dieses tolle Interview, das auch mit persönlichen Geschichten gespickt war :0) So habe ich doch einiges mehr über dich erfahren!
Morgen geht es mit Violas Gastbeitrag hier weiter....




Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

Sonntag, 14. April 2019

SJKA 2019: Der Anfang ist gemacht...


Es wird mal wieder  genadelt...
Nämlich bei Me Made Mittwoch
der Sommerjäckchen Knit Along 2019 (SKJA) ist in voller Fahrt....


Heute soll der 1. Zwischenstand gepostet werden. 
Also, für mich diesmal totales Neuland: ein Cardigan, in einem Stück gestrickt. Ich, mit total wenig Planung von Strickmustern und die Anleitung komplett in englisch:
der Supergau!

Aber ihr kennt mich ja - geht nicht, gibts nicht!
Die Wolle hatte auch etwas Verzögerung mit der Lieferung und deshalb bin ich noch nicht so weit gekommen. 
Durch die Anleitung zu steigen, hat mich einige You Tube Videos und etwas Schweiss gekostet. Ich war eigentlich schon bei der ersten reihe Eulengesicht fertig, war mir hinterher unsicher, ob das so richtig ist und hab nochmal bis zum Bündchen aufgeribbelt. 
Es passte mit der Maschenzahl nicht überein (uuuuh- das Ribbelmonster!).

Und die Anleitung war für mich nicht eindeutig.
Ich denke mal, es wird jetzt so passen, schauen wir mal. Dadurch, das alles ein Teil ist, hat man auch jede Menge Maschen auf der Nadel :0)


Die Wolle ist wirklich spitze, fühlt sich ganz kuschelig an. Ich fürchte, das wird ein HJKA....
also ein Herbstjäckchen, so schön warm wie die Wolle ist *kicher*
Die Farbe ist seegrün und ist einfach wunderschön.
Das einzige Manko ist, das sie beim stricken Flusen auf den Klamotten hinterlässt :0)

Am 5. Mai gibt es den 2. Zwischenstand zu lesen- ich hoffe, bis dahin bin ich etwas weitergekommen....

Am Montag habe ich die liebe Viola von "LyonlelBs Blog" bei mir zu Gast, am Dienstag hat sie auch einen tollen Gastpost für "So geht´s" verfasst.
Lasst Euch überraschen und schaut unbedingt vorbei, ich hoffe, trotz Ferien :0)


Für das Geburtstagswichteln gilt:
Es kann auch ein kleines Projekttäschchen, oder andere kleine Taschen genäht werden. Vielleicht auch etwas für Handarbeiten, usw.
Auch Utensilos...ganz was euch so einfällt, aber eben nicht so gross.
Die 7 Sachen können selbstgewerkelt oder auch gekauft sein und müssen auch nicht gross sein.

verlinkt bei

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)



Freitag, 12. April 2019

DIY: Eine coole Mieze für die Tastatur


Ihr wisst schon: Männer!
Was soll man jemandem zum Geburtstag schenken, 
der irgendwie keine Wünsche zu haben scheint :0) 
Da musste ich an Anni vom Blog "Aus Kisten und Kästchen" denken. 
Beim letzten Geburtstags - Wichteln von Maika hatte sie so eine tolle Computer Katze genäht, die leider viel zu schnell weg war.
Man legt sie vor die Tastatur um entspannter zu tippeln.

Mein Mann arbeitet doch sehr viel am PC und witzig fand ich die Mieze auch noch!


Anni war so lieb und hat mir doch gleich die Anleitung geschickt. Die Mieze ging prima zu nähen und Spass hat es auch noch gemacht :0)
Achtung! Ganz unten im Post findet Ihr 
Annis Anleitung und die Schnitteile für diese tolle Katze

Sie ist mal wieder aus einigen meiner schönen Reststöffchen entstanden. 
Eigentlich sollte sie schwarz- weiss werden - wie unsere Hausmieze...


Mal kurz bei mir zum Probeliegen - passt!


Das Gesicht habe ich noch bestickt, die Nase ist aufgenäht. Huch! Da fehlen die Schnurrhaare (oder Knurrhaare wie die Dänen sagen...)


Ein witziger Katzenstoff ist mir da auch noch in die Finger geraten.
Gefüllt ist sie mit einem Reiskissen, das ich rausnehmen kann, wenn eine Wäsche fällig wird, und natürlich etwas Füllwatte.


Die Pfoten habe ich auch noch bestickt und somit ein bisschen ausgeformt.


Es gab auf jeden Fall Gelächter beim auspacken, Mieze wurde für cool befunden und dann ist sie geradewegs ins Arbeitszimmer gewandert. 

Annis Anleitung für das Katzenkissen:

Material:
- Stoffreste
- Füllwatte für Beine, Kopf, Schwanz und Nase
- Softgranulat , Granulat oder Styroporkügelchen für den Körper
- Stickgarn für die Pfoten (und wenn man mag die Schnurrhaare)
- 2 Knöpfe für die Augen
- Anni hat diese Teile nach der, wie sie sie nennt, Tilda - Methode genäht....also Stoff rechts auf rechts Schnittteile mit Trickmarker aufgezeichnet und genäht.
Beim Schwanzstreifen hat sie das Ende einfach rund abgenäht

- Wendeöffnungen
bei Ohren, Schwanz und Pfoten an den Seiten die beim Nähen eingeschoben
werden offen lassen.
bei der Nase hab ich mittig einen Schnitt gesetzt. Die wird mit der Hand an den Kopf genäht, dann verschwindet das Loch automatisch.

 Kurze Anleitung:
1. Die Schnittteile wie auf dem Foto (hoffentlich!) ersichtlich erstellen:

 es sind Pfoten, Kopf, Ohren und Nase. Man kann prima die Kästchen auf Karopapier abzählen und die Teile aufzeichnen. Dann die teile aus Stoff zuschneiden.

Die Streifen für den Körper ausschneiden, sie sollten 22 cm lang sein, bei der Breite könnt ihr auch variieren.

2. Pfoten, Kopf und Nase rechts auf rechts zusammennähen, ausschneiden, wenden und mit Füllwatte ausstopfen. 
- jede Pfote 2 x mit Stickgarn definieren. 

3. Beim Kopf nähen natürlich die Ohren einschieben.
Am Kopf ist unten die Wendeöffnung, diese nach dem stopfen von Hand schließen.

4. die Streifen für den Körper zusammen nähen. Und die Nahtzugaben mit einem Zierstich übernähen damit sie flach sind. 
Am Ende sollte ein Rechteck von 35 x 22 cm raus kommen. 
Natürlich kannst du die Streifen einteilen wie du möchtest. Viele schmale gehen auch.

5. das Rechteck an der Längsseite schließen. Mittig eine  Wendeöffnung lassen !!!
Diese Naht ist dann unten mittig am fertigen Körper.

6. in den schmalen Schlauch jetzt die Pfoten einschieben und an einer Seite zusätzlich mittig den Schwanz. Die Pfoten schließen mit den Seiten ab.

7. Die kurzen Enden des Körpers schließen und alles wenden. In den Körper das Granulat einfüllen und die Wendeöffnung dann per Hand schließen.

8. Am Kopf Nase und Augen anbringen

9. Den Kopf mit Hand an den Körper nähen

10. Fertig!



Vorlagen Katzenpillow (von Anni vom Blog "Aus Kisten und Kästchen")

Vergesst nicht, mir Eure E- mail Adresse mitzuteilen, wenn Ihr am Geburtstagswichteln teilnehmen wollt. Morgen abend werde ich Euch die Wichtelpartner zuschicken :0)




Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)