Samstagsplausch #21/26: Pfingsten steht vor der Tür

 

Hier gibt es wieder ein bisschen was zu erzählen :0)
Das Pfingstwochenende ist schon da und ich hab immer noch nicht gezeigt, das wir es vor kurzem endlich mal geschafft hatten zum Kaffee ans Meer zu fahren. Das Wetter war den Tag besonders fein, sonnig und relativ windstill. Also sind wir kurzerhand mit Kaffee, geschnittenem Obst und unserem Picknickkorb nach Blokhus an den Strand gefahren.


Hier in Dänemark kann man ja mit dem Auto an den Strand fahren und so ganz nah am Meer sein. Wir waren vorher noch beim Bäcker und haben uns zwei "Øretæver" mitgenommen. Das sind große Schweineohren mit einem Klecks Schokoglasur- und natürlich Zimt :0)
Der Bäcker in Blokhus hat total leckere Sachen, da können wir immer nicht widerstehen, außerdem stützt man so die lokalen, alteingesessenen Geschäfte.
Wir konnten so ganz genüsslich unseren Kuchen futtern, dazu frische Erdbeeren, Kaffee und die Sonne im Gesicht. Der Duft des Meeres und das sanfte Wogen der Wellen....


Es war auch total ruhig, keine Touris in Massen :0)


Das war nun schon am 1. Mai - die Zeit verfliegt einfach!
Seitdem haben wir es einfach nicht mehr geschafft hinzufahren, was auch teils an meiner Arbeit liegt, dazu gleich noch mehr.


Ich war seit Dienstag krankgemeldet, heute gehe ich wieder zum Dienst und morgen habe ich meine letzte Nacht auf der Station.

Für heute ist grillen geplant, das Wetter war heute morgen warm und sonnig, es wechselt gerade etwas, mal schauen. Gegrillt wird auf jeden Fall, notfalls essen wir drinnen :0)
Meine Tochter schaut auch vorbei, so sind wir mal wieder vier, da lohnt sich das auf jeden Fall.

Als mein Mann heute morgen einkaufen war, habe ich mich an eine Ladung frischen, leckeren Rhabarberkuchen rangemacht....ähm also gebacken.
Streusel und Boden aus einem Teig und der Rhabarber ist karamellisiert worden. Mal sehen, wie er schmeckt, es riecht jedenfalls köstlich.
Das Rezept "Rhabarberkuchen mit Streusel" habe ich von "Emmi kocht einfach" , da ich ein kleines Blech genommen habe musste ich umrechnen, das hat prima geklappt. Ich mag ihn am liebsten noch lauwarm mit einem Klecks Vanillesahne....

Zurück zur Arbeit....
Nachdem mein Arbeitsplatz im Januar Sparmaßnahmen zum Opfer fiel (ich hatte ja berichtet), bin ich durch eine Umplatzierung zur Geriatrie in Hjørring gekommen. Schon der Start war nicht glücklich und das hat sich verstärkt. Die Einarbeitung hat eigentlich nicht stattgefunden, schon in den ersten Tag auf Station war ich dann allein mit einem Assistenten in der Nacht, aber auch mit einer Krankenschwester. Das war eher die Ausnahme, das wir zu dritt waren. Das wurde aber bei der Einstellung gesagt, das wir zu dritt wären, in Ausnahme mal zwei. 
Was soll ich sagen? Ständige hohe Überbelegung, eher weniger als mehr Personal, Stress, Patienten im Delir, mit Demenz (und dafür habe ich keine besondere Qualifikation, ich konnte schlecht damit umgehen), eine Masse i.v. Sachen, darunter viele Antibiotika, dreimal die Nacht oftmals. Harte körperliche und psychische Belastung. Dazu kam, das ich meine alte Arbeit schmerzlich vermisst habe und Kollegen auf der neuen, die mich nicht richtig eingebunden haben, bzw. selbst im Stress standen. Ich kam mir von Anfang an völlig fehl am Platz vor.

Schon nach zwei Wochen habe ich so für mich die Reißleine gezogen und mich woanders beworben. Dort arbeiten bereits mehrere meiner alten Kollegen, es ist eine riesengroße neue Abteilung der Anästhesie/Intensiv im neuen Klinikum in Aalborg.
Schon das Bewerbungsgespräch war angenehm, nett und im guten Flow. 
Ich habe die Zusage bekommen und werde am 1. Juni bei der F&O anfangen, das heißt Vorbereitung und Aufwachstation, so in etwa. Patienten kommen also vor der OP und hinterher zu uns, zum vorbereiten und der Aufwachphase, notfalls mit einer Übernachtung.
Ich kann wieder fest in Spät- und Nachtschichten arbeiten, das liegt mir einfach.
In der Einarbeitung, die auf jeden Fall 4 Wochen mit Mentoren dauern wird, rücke ich auf 37 Stunden auf und habe alle Schichten, sowie notwendige Kurse (arterielle Blutentnahmen und Auswertung, Ventilationskursus, usw.), danach gehe ich auf 32 Stunden/Woche zurück.
Ich bin schon etwas aufgeregt und hoffe wirklich, das ich endlich wieder meinen Platz im System finde. Ich fühle mich etwas haltlos momentan, das hat mich so viel Kraft gekostet.

Am Dienstag hatte ich mich krankgemeldet, es ging einfach nicht mehr, letztendlich habe ich mich jetzt aufgerafft und für das Pfingstwochenende zurückgemeldet. 
Nun habe ich so ziemlich die schlimmsten Wochen hinter mir und hoffe das es die zwei Nächte einigermaßen geht.
Montag morgen gebe ich dann gleich meine ID-Karte und die Schlüssel ab. Dann ist das Kapitel beendet. Die Woche benutze ich um ein bisschen runterzukommen und mich auf das Neue einzustellen, in Ruhe.  Das fällt mir nicht mehr unbedingt so leicht, ich bin auch nicht unbedingt mehr der völlig optimistische Typ, der vorbehaltlos und offen an alles rangeht, das war ich vielleicht auch noch nie. 
Aber ich freue mich, bekannte Gesichter wiederzusehen und auf eine gute Einarbeitung in das neue Arbeitsgebiet. Sicher wird es auch da Sachen geben, die nicht so gut laufen, Hauptsache man kann darüber reden und was machen.

Nun noch was in eigener Sache :0)


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Und jaaaaa....
Die Anmeldung für das jährliche Mega-Ereignis läuft auf vollen Touren.
Die Plätze sind erfahrungsgemäß ruckzuck weg, also schaut vorbei und meldet euch fix an! Ich freue mich schon auf eure Ideen und Werkeleien....

Dann habt ein schönes Pfingstwochenende, ob ihr nun arbeiten müsst 
oder einfach chillen könnt :0)



Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)


verlinkt bei:
Sonntag: Oh Scrap! 

Kommentare

  1. Ach wie schön, dass Ihr einen Ausflug zum Strand machen konntet! Picknicken mag ich auch sehr. Hier gab es heute Rhabarber Crumble, wir mögen nämlich auch gerne Rhabarber. Mein eigener ist noch zu klein.
    Gut, dass es bei Dir bald besser gehen wird. Mit der Pause und dem neuen Job wird es garantiert wieder besser.
    Dann noch einen guten letzten Wochenend Dienst und auch wenn es noch etwas dauert, ich freue mich auf Deine Aktionen.
    Liebe Grüße gen Norden
    Nina

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