Unterwegs in Schweden: Besuch im Glasreich - die Orranäs Glasmanufaktur

 

Dieses Jahr waren wir wieder im Glasreich in Schweden zu Besuch. Sonst sind wir eigentlich immer nach Kosta Boda gefahren, das ist die größte Manufaktur mit großem Outlet, Museum, Glasbläserei, usw.

Das letzte Mal waren wir dort und konnten uns eigentlich nichts anschauen, weil es an dem Tag keine Vorführung gab, es stand aber nicht im Netz. Das war etwas ärgerlich, auch die Vorführung kostet jetzt etwas. Das war früher anders. Was uns mittlerweile etwas abgeschreckt hat war das es nur noch kommerziell ist, man sieht nicht besonders viel, es sei denn, man bezahlt viel.

Also haben wir uns mal etwas anderes herausgesucht und sind dabei auf die Glasmanufaktur in Orrafors gestoßen. Eine kleine und feine Manufaktur:

Orranäs Glasbruk

Orranäs glasbruk ist eine moderne Glashütte im schwedischen Orrefors (Småland), gegründet nach der Schließung der alten Orrefors-Hütte. Sie verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Glaskunst, Nachhaltigkeit und künstlerischer Freiheit. 
Auf dem Gelände gibt es eine kleine und sehr moderne Glashütte, ein Museum, einen Laden und ein Café, die Creperie. Das Gelände selbst ist auch total schön und parkartig angelegt. Es gibt auch einen Skulpturenpark.


Man sieht sofort die Glashütte - oben sind alle Fenster auf, es ist sehr warm innen durch die Öfen. Aber dadurch das die Türen auf stehen, herrscht ein angenehmer Durchzug.

Man geht einfach rein und setzt sich auf eine Bank, natürlich kann man auch selbst Glas blasen, wenn man das vorher bucht.

Die Glaskünstler sitzen direkt vor einem, man kann die Atmosphäre spüren und die Hitze der Öfen. Man darf zuschauen, so lange man möchte.

Es arbeiten immer zwei an einem Werkstück, einer der zuarbeitet und übernimmt, wenn der andere etwas vorbereitet oder an einem anderen Arbeitsgang werkelt.

Man kann immer Fragen stellen....

Man sieht es so in etwa, was es wird, ein Glas mit Qualle drin, aber echtes Handwerk, nicht aus China.....

Das ist Marianne Degener, eine der Glaskünstler. Ich war gleich sehr fasziniert von ihrer Arbeit. Im Shop konnte man dann Stücke sehen und erwerben, die die Künstler geschaffen haben.

Marianne Degener hat eine Leidenschaft für Glas. Seit 1988 arbeitet sie mit dem Material und begann ihre Karriere als Glasbläserin an der renommierten Glasschule in Kosta.
Seit über 30 Jahren entwickelt Marianne ihre Arbeit als Kunsthandwerkerin stetig weiter. Heute fertigt sie mundgeblasenes Kunstglas sowie Gebrauchsglas. Außerdem stellt sie exklusive Glasperlen für ihren Schmuck in der Lampentechnik her.
Aufgewachsen in Dänemark, genießt Marianne heute das Leben im Wald von Småland mit ihrem Mann und ihren vier Kindern.
„Es gibt nichts Schöneres als das Gefühl in einer Glasmanufaktur, das Geräusch eines heißen Glasofens voller Glas und eine leere Werkbank!“ – Marianne Degener


In der Glashütte gibt es auch das Glasbläser-Café und Creperie...
Drinnen kann man beim Glasblasen zuschauen und einen Kaffee trinken, sowie was essen.


Allerdings sitzt man auch draussen toll mit Blick auf den Park.


Die Crepes sind himmlisch!
Ich hatte einen mit frischen Heidelbeeren, mein Mann einen gefüllten mit Schinken und Käse.
Sehr, sehr lecker!


Da ist kein Krümelchen übriggeblieben! Auch das Personal war superbemüht und nett.



ES gibt noch eine Hammerschmiede, die aber an dem Tag geschlossen war.



Man kann sich im Museum umschauen, aber im Shop gibt es auch ganz viele interessante Werke zu entdecken, mal ohne große Worte:









Ja, mein Geschenk zum Hochzeitstag wurde also von Marianne Degener handgefertigt. Ich habe es mir unter ganz vielen kleinen Vögelchen ausgesucht. Erst hatte ich einen Dompfaff am Wickel, hab mich aber doch für den kleinen grünen entschieden. Warum auch immer....
Bauchgefühl - er ist grün wie meine Augenfarbe und etwas filigraner.
Es erinnert mich also immer an Schweden und ich habe die Künstlerin ganz nah miterleben können, gesehen das sie wirklich Herzblut in ihre Werke steckt und das alles mit Leidenschaft und Können macht.
Das Vögelchen gibt es so nur ein einziges Mal, ein echtes Unikat. Ich finde es auch sehr witzig, das die Künstlerin eigentlich aus Dänemark kommt und in Schweden ihre Bestimmung gefunden hat.





Nun waren wir ja schon viele viele Jahre im Urlaub in Schweden, aber haben erst jetzt diese Hütte entdeckt und die Glasbläserei hautnah erlebt, ein wirkliches Erlebnis! 

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)


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Sonntag: Oh Scrap! 

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