Donnerstag, 20. September 2018

Frida on Tour: Gränna und die Polkar Grisar...



Unsere Tour führte uns natürlich auch nach Gränna - das ist ein Örtchen am Vätternsee. Bekannt für seine Zuckerbäckereien, besonders aber die Polkar Grisar...

Diese Bonbons sind rot-weiss und schmecken lecker nach Pfefferminze :0)
Frida ist ja sowieso so eine Naschkatze!
Hier haben wir unseren erklärten Lieblingsladen besucht.


In Schweden war es ja mindestens genauso heiss wie in Deutschland.


Handgemachte Süssigkeiten, so weit das Auge reicht, nichts für eine Frühjahrsdiät!


Strutar heissen die Spitztüten in Schweden, die Bonbons gibt es kunterbunt in wahnsinnig vielen Sorten, Himbeere, Heidelbeeren, Stachelbeeren, aber auch gebrannte Mandeln und Toffees findet der Feinschmecker hier.


Gleich vorne rechts sieht man die Polkar Grisar - wäre bestimmt auch was für Pippi Langstrumpf gewesen...


Die Zuckerbäckerstube, hier herrschte wieder einstimmig gute Laune.


Noch mehr Bonbons, wo Frida wohl wieder steckt?


Hier werden die Zutaten für den Teig gemischt und erwärmt, da müssen die Mengen genau stimmen. Die Jungs brauchten auf jeden Fall kein Kochbuch :0) Da saß jeder Handgriff.


Hier kann man schon den Zuckerteig sehen, er wird gut geknetet, gezogen, gefaltet und wieder gezogen. Ganz oft.


Dann wird der Teig auf so eine Maschine gelegt, die das Ganze fortführt Aber auch hier muss man höllisch aufpassen, sonst landet alles auf dem Boden - was Frida wohl nur Recht gewesen wäre...


Nun kommt Farbe ins Spiel, sieht sonst etwas langweilig aus. Ausserdem muss auch Geschmack an die Bonbons.


Das Blaue war auf jeden Fall Heidelbeere und grün kommt auch dazu. Die Streifen werden aufgelegt und festgedrückt


Dann wird fleissig gerollt, so das dieses Muster entsteht. So verbindet sich alles fest miteinander, ohne sich zu vermischen.


Aaah! Da steckt sie!
Neugierig wie immer....Sieht fast so gestreift aus wie der Bonbonteig :0)


Aus der grossen Rolle sind inzwischen viele kleinere Rollen entstanden. Diese werden, wenn sie dünn genug sind, einfach mit der Schere in kleine Stücke geschnitten.

Die Zuckerbäcker kommen dann raus und man kann probieren, die Bonbons sind dann noch ganz warm und frisch.


Das war wieder sonnenklar! Wo sollte sie auch sonst stecken? Die Kassiererin war jedenfalls sehr überrascht :0)

Was sonst noch so in Gränna zu sehen war, zeige ich Euch nächstesmal.

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)









Mittwoch, 19. September 2018

Planen und Ideen sammeln...


Ja, Ihr seht schon richtig, es geht um Quiet Books, die tollen Stoffbücher mit Aktivitäten für Kinder. Ich bin ja voll in der Vorbereitung für unser Sew Along - es gibt wahnsinnig viel Arbeit, da ich zwei fertige Bücher für Euch brauche. 

Um so etwas richtig zu planen, ist es hilfreich, wenn man sich alles aufschreiben kann. Also habe ich an einer Vorlage gebastelt, eine To Do Liste sozusagen.

Wenn Ihr in meinen Quietbook Blog "Ulrikes Quietbooks" rüberklickt, dann findet Ihr dort nähere Informationen und könnt Euch den Quietbook- Planer dort auch herunterladen.

Da bin ich mal gespannt auf Eure Meinung!

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

Dienstag, 18. September 2018

Kameratasche Nahaufnahme


Es sollte eigentlich nur ein Kameraband für meinen Sohn werden,aber das Set für das Kameraband hat noch etwas Lieferzeit gehabt. 


So habe ich die Zeit mit einer kleinen Kameratasche überbrückt. 

Das Freebook "Nahaufnahme" von Nadelkatastrophen schien mir da genau richtig.
Aber mal ehrlich:
Es war wirklich friemelig, nix für blutige Anfänger :0)

Die Tasche selbst gefällt mir richtig gut. Man kann noch einen Tragegriff auf der Klappe annähen. aber das wollte ich nicht.


Ich habe etwas von meinen USA Stoffen aufgebraucht, ich denke mal für einen Mann sollte es nichts ultrabuntes oder Kindisches sein :0)
Gemixt habe ich mit etwas Jeansstoff und innen mit einem recycelten Hemdenstoff.


Die Tasche hat aussen ein Fach für die Akkus oder Batterien.
Es hat einen türkisen Reissverschluss bekommen, soll ja doch nicht öde aussehen.


Innen sieht man Yellow Cabs Stoff, wohlgehütet von mir :0)


Hier sieht man etwas mehr vom "Route 66" Stoff, die Rückseite.


Die Tasche wird mittels eines Reissverschlusses geschlossen, in der Klappe gibt es noch ein Innenfach. Diesmal mit amerikanischen Nummernschildern.


Ich Dussel hab das Paspelband an das Innenteil genäht, 
sieht aber auch cool aus, finde ich :0)
Der recycelte Karostoff ist schön stabil und passt prima zur Tasche.

Die Anleitung und das Schnittmuster sind leider irgendwie nicht mehr im Netz. Wer Interesse hat, dem kann ich sie aber zumailen. Ist nur zum privaten Gebrauch.


Hätte ich doch glatt fast vergessen: zwei Kreuze beim Handarbeitsbingo :-)

Deshalb verlinke ich die Tasche auch gleich mal bei Gustas Upcycling Party

freebook: Kameratasche Nahaufnahme von Nadelkatastrophen

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)


Montag, 17. September 2018

Retour aus der Heimat...


Wer mich schon vermisst haben sollte - ich war mit meinen beiden Mädels ein paar Tage in Deutschland, die Familie besuchen :0)
Diesmal war meine älteste Tochter mit, sie hatte ihre Grosseltern und Brüder schon lange nicht mehr gesehen, ganze 16 Jahre war es schon her....

Da meine Eltern ja auch nicht mehr jünger werden und die Gesundheit dieses Jahr rasant bergab ging, hatten wir noch einen Besuch im September eingeplant. Die Bedenken meiner Tochter "Au wei, 5 Tage zusammen mit meiner Mutter verreisen" , hatten sich schnell zerstreut. Ich habe zwar mit meinen stetigen Ermahnungen" musst du schon wieder rauchen" Augenrollen ausgelöst, aber das war notwendig!


Wir sind wieder im gleichen Hotel abgestiegen, da es gemütlich und sehr zentral gelegen ist. Den Weg zu Oma und Opa sind wir jeden Tag gelaufen, waren so um die 16.000 Schritte. Das hat zunächst stöhnen und murren ausgelöst :0)
 Also nicht bei mir, versteht sich...


Hier ist der Eingangsbereich und die Bar vom Hotel, auch der Empfang.
 Alles klein, aber fein.


Der Speisesaal, hier kann man ganz relaxt frühstücken. Das Buffet erstreckt sich von Müsli, Brötchen, Kuchen, Brot, Rühreier, Bacon, Joghurt, Kaffee, Tee, Kakao, Wurst, Käse, 6 verschiedene Marmeladen, Nusscreme, Honig bis hin zu verschiedenen Säften und Lachs.


Unser Zimmer ging zur Strasse raus, da es sehr warm war, haben wir mit offenen Fenstern geschlafen. Da war es manchmal etwas laut von aussen, aber es ging. Die Betten sind wunderbar bequem und weich. 


Ein bisschen Stoffausbeute ist mir auch noch gelungen, irgendwie war viel zu wenig Zeit.
Ich brauchte einen blauen Hintergrundstoff und etwas Taschenstoff.


Meine Mama mit den beiden Rabauken. Nun ist sie schon 84 Jahre alt...


Die Ecke mit Fotos von ihren Enkeln, sie hat noch mehr, die sind an der anderen Wand :0)
Wir haben ein Foto gemacht, es gleich entwickeln lassen und in einen Rahmen gesteckt, darüber hat sie sich sehr gefreut.


Es war wirklich warm, hat nur an einem Tag geregnet. Bei uns in Dänemark ist es schon seit einiger Zeit sehr kühl und herbstlich geworden. Da war das wie die Rückkehr in den Sommer.


Ich sag's Euch - ich liebe es ins Kino zu gehen!
Wenn wir hier sind, geht es immer ins Kino, allerdings war das Angebot an diesem Abend mehr als begrenzt. Der grösste Teil der Filme war ab 16 Jahren....
Also sind wir in einem Teenie Film gelandet, die Coverversion von Cyrano de Bergerac auf Neuzeit, na ja....
Mit Tacos und Cola war es zu überleben :-)
Im November kommt Phantastische Tierwesen 2- Grindelwald, auch wenn es im Original mit Untertiteln ist, darauf freue ich mich!


Wir hatten wirklich wieder ein paar nette aber super anstrengende Tage. Früh raus, morgens was zusammen gemacht und nachmittags bis abends zu den Grosseltern. Einmal waren wir mit meinem Sohn griechisch essen und haben uns prima unterhalten,nach so langer Zeit mal wieder. Am Samstag ging es dann wieder nach Hause.
Der Abschied war ja wie immer schwer...



Irgendwie schleppt man immer mehr nach Hause,als man mitgebracht hat :-)



Wie sollte es anders sein - die Bahn hatte den Fahrplan komplett geändert und dann noch Verspätung. In Hannover hatten wir nur 8 min. Umsteigezeit, 
das war mit Verspätung sehr knapp. 


Gegen 22 Uhr waren wir dann wieder in Aalborg. Ich glaube ich brauche erstmal ein paar Tage um wieder klarzukommen. Ich bin völlig ausgelaugt, man wird nicht jünger. Ich bin ja gleich nach meinen Nachtwachen losgefahren....


Diese Woche habe ich noch ein bisschen was zu zeigen und Frida wollte auch noch vorbeischauen , also schaut unbedingt wieder rein....

Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

Dienstag, 11. September 2018

So geht´s: Patchwork und Sticken


Hallo liebe LeserInnen, 


ich freue mich, daß Ulrike mich eingeladen hat, bei ihr einen Gast-Post zum Thema 
Patchwork und Sticken zu schreiben. 

Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Patchwork und Stickerei zu verbinden. 

Immer ist die Stickerei ein zusätzliches und/ oder eigenständiges, gestalterisches Mittel. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. 

Laßt mich mit den Materialien anfangen ...

Auf die Auswahl von Stickgarnen möchte ich hier nicht weiter eingehen. 
In den Weiten des Internets findet sich eine große Auswahl und natürlich in den entsprechenden Fachgeschäften. 

Ich bevorzuge Baumwoll- und Seidengarne, die in mehrfädigen Strängen angeboten werden und sich leicht teilen lassen. 

Je nach dem, wozu die Stickerei eingesetzt werden soll, kann so ein- oder mehrfädig gestickt werden. Hier gilt, je weniger Fäden, desto feiner wird das Stickbild
Auch die Auswahl an Sticknadeln ist sehr groß und sollte ebenfalls abhängig vom Stickwerk getroffen werden. 

Bei Zählstoffen eignen sich abgerundete Spitzen, bei allen anderen Stoffen verwende ich spitze Nadeln, bei einfädigem Sticken benutze ich sogar normale Nähnadeln.

Zudem finde ich eine sehr spitze und scharfe kleine Stickschere sehr hilfreich. 
Wer mag, kann natürlich den Stoff in einen Stickrahmen spannen. Ich allerdings sticke „freihändig“, also ohne Rahmen. 

Mehr benötigt man eigentlich nicht, um zu Sticken. 

Wenn ein Stoff sehr fein ist, hinterbügele ich ihn schon mal mit einem
sehr dünnen Aufbügelvlies. So behält der Stoff die Form und verzieht sich nicht
und zudem schimmern die dunkleren Fäden nicht durch. 

Auf verschiedene Sticktechniken, Stiche und Vorlagen möchte ich hier nicht eingehen. Ich gehe davon aus, daß Interessenten zum Thema genügend Anregungen anderweitig finden (Bücher, Internet). 

Nur ein kleiner Tipp: wenn ihr nach Motive-Vorlagen im Netz sucht, schaut auch mal bei anderen Techniken vorbei, z.B. bei Vorlagen zum Ausmalen oder für Window-Colours. Diese Motive lassen sich leicht auch für‘s Sticken verwenden. 

Und hier bei Ulrike findet ihr ein schönes Beispiel, wie ein Motiv auf den Stoff übertragen werden kann.

Verschiedene Verbindungen von Sticken und PW 

Stickerei kann als Ergänzung der Gestaltung genutzt werden, wenn z. B. kleine Details im Patchwork gestickt werden, um ein Motiv zu vervollständigen. 

Hier z.B. wurde das Dromedar in Paper Piecing Technik genäht und dann Auge, Schwanz, Zaumzeug und Deckenumrandung ergänzend gestickt: 


Diese kleinen Details lassen sich in der Nähtechnik sonst nur schwer umsetzen. 
Hier steht das Patchwork im Vordergrund. 
Dieser applizierte Schmetterling wurde durch gestickte Fühler, Punkte und Linien vervollständigt: 


Die Schneemänner hier sind nur durch ein paar wenige Stiche entstanden: 


Oder die Stickerei kann als zusätzliches Gestaltungsmoment eingesetzt werden. 
Dabei ist sie nicht zwingend zum Erkennen des Motives notwendig, wie oben als Auge, Fühler usw., sondern dient der Dekoration und weiterer Verzierung


Hier wurde ein ganzes Kobolddorf mit Stickerei verziert: 
Die Nähanleitung stammt von Hilde Klatt: 


Die Stickerei kann in der Arbeit auch ein eigenständiges Gestaltungsmotiv sein, das mit Patchwork ergänzt wird. 

Hier seht ihr mein Blue Work „I Love…“, das noch in Arbeit war, als ich diesen Bericht geschrieben habe. 

Jeder Block ist einzeln gestickt und wurde dann mit Patchwork
zu einem Gesamtbild verbunden: 

Blue Work "I love..."
Die Stickerei ist in diesem Fall dem Patchwork gleichwertig. Beide Gestaltungstechniken bilden nebeneinander das Gesamtbild. 

Die Stickerei kann natürlich auch im Vordergrund stehen und das Patchwork vervollständigt und ergänzt die Arbeit. 

„Fritz der verliebte Hase“ ist hier das Hauptmotiv, das durch das PW gerahmt wurde. 


Auch im Rahmen wurde die Stickerei nochmals aufgenommen: 


Noch ausgeprägter steht hier die Stickerei im Vordergrund: 
„Irgendwas ist immer“: 


Auch hier wurde das Hauptmotiv durch PW eingerahmt
und durch Quilten zusätzlich gestaltet. 

Noch extremer findet sich Stickerei bei der Crazy Technik. 
Hier tritt das Patchwork noch weiter in den Hintergrund. 
Mein Beispiel ist da noch recht „dezent“: 


Hier noch weitere Beispiele, wie Stickerei auch bei dreidimensionalen Objekten
 zum Einsatz kommen kann: 

Kleines Nähkästchen
Einige der Efeuranken sind gestickt, andere gehäkelt, so daß sie lose auf der Arbeit liegen und bewegt werden können:

Relief "Fenster"

Detail
 Hier wurde die Stickerei zusätzlich noch mit Perlen ergänzt:

"Libellchen" nach Hilde Klatt

Fensterbaumler
Die Möglichkeiten Stickerei mit Patchwork zu verbinden sind vielfältig. 
Möchtet ihr noch mehr Bilder sehen?

Schneeflocken und Sterne (noch in Arbeit)
Willkommens- Türschild
Wandbehang "Hühner"
"Life is better with friends"
meine Nähgarnkiste
Nadelmäppchen
Muttertagsgeschenk
Nähmappe
Nähmappen Detail
Wie viel gestickt wird und wie die Stickerei einsetzt wird, ist natürlich jedem selbst überlassen. 
Meiner Meinung nach passen beide Techniken hervorragend zusammen, ergänzen und bereichern einander. 
Ich hoffe meine Gedanken inspirieren euch ein wenig und motivieren euch,
 es selbst auch auszuprobieren. 

Ich wünsche euch viel Spaß dabei :0)
Herzliche Grüße 
Doris